Montag, 23. Mai 2011
Müllabfuhr
Ich müsste mal wieder in meinem Zimmer aufräumen. Hier verstecken sich verstaubte Tintenpatroten mit violetter (!) Tinte, zerknitterte Taschentuchpackungen, meist halb gefüllt, eine Einladung zu einem Konzert des Jugendorchesters Charlottenburg, meine Wildlederfedertasche, meine Flaschen aus Buntglas, in die ich meine Stifte stecke, meine Radierstifte und Radiergummis, meine Teddys (ich werfe sie nicht weg...), zahlreiche Kerzen, zahlreiche Bücher, die ich alle gleichzeitig lese (fatale Angewohnheit von mir), dann noch mehrere Anspitzer, farbige Klebebänder, Gläser mit blauen und bunten Tintenpatronen, CDs mit klassischer Musik und CDs von Seeed, Peter Fox, Michael Jackson etc., ein Trainingsband, so ein mit Sand gefülltes Ding, dann "Othello" von Shakespeare, den wir gerade durchnehmen, alte Yu-Gi-Oh-Karten, die einen nostalgischen Wert haben und mich irgendwie aufmuntern, zahlreiche Federtaschen, irgendwelche Mini-Kistchen, TAUSENDE NOTIZBÜCHER (!!! ICH ERTRINKE IN IHNEN !!!), dann noch tausende Schreibblöcke, darunter auch zwei mit Bütten (!!!)...
Aber es sieht bei mir nicht aus wie bei einer Messy (schreibt man das so oder mit ie wie das Monster von Loch Ness?). Ich sollte mal wieder entmüllen.
Meine Digitalkamera hab ich schon zur Hälfte entmüllt, also überflüssige Fotos gelöscht, die bloß Speicherplatz wegnehmen. Macht das eigentlich niemand außer mir? Hab noch nie jemanden davon reden hören...
Aber natürlich wurden alle Fotos sorgfältig auf den Laptop übertragen. Auch Fotos meiner flauschigkuscheligkulleräugigen Karthäuser-Katze!
Wenn ich Idiot jetzt wüsste, wie man hier Bilder einfügt... Ah, ich muss wieder mein Magnesium nehmen, sonst bin ich jetzt aufgebracht.
Gute Nacht! ~~~

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Sonntag, 22. Mai 2011
Muss mich kurz abreagieren...
Lese gerade "Eine Zierde in ihrem Hause" von Asta Scheib. Seltsamer Buchtitel und noch seltsamerer Autorenname. Ich meine, wer zum Teufel heißt denn Asta? Wer nennt sein Kind so? Hallo Asta, wie geht es dir? Nein, Asta, du darfst das Eis nicht vom Boden aufheben! Na, Asta, wieder mal was geschrieben? Nee nee nee, SO nenne ich mein Kind NICHT.
Habe das Buch von meiner Freundin L. bekommen. Ja, die mit dem Skateboard. Zum Geburtstag. Und als ich geguckt habe, wann diese Auflage gedruckt wurde, stand da: 1998. ACH SO, so ist das also! L. kramt auf dem Dachboden, findet irgendeinen verstaubten Schinken und schenkt ihn mir dann! Und dafür muss sie dann nicht mal Geld ausgeben! Gemein ist das!
Hah. Wenigstens ist das Buch kein schlechtes Buch. Natürlich gibt es aber auch darin Leute, die nerven. Zum Beispiel Mister Johann. Denkt, er muss sich seiner "Liebsten" beweisen, indem er die Hand in ein Lagerfeuer streckt. Idiot. Und dann klaut er noch Geld aus der Kasse. Gott, anstatt sich zu freuen, dass ihm seine Liebste einen Job besorgt hat! Undankbares Arschloch nennt man das.
Haaah... Und dann ist da noch der Großvater, Mister Lothar von Faber. Jap, in dem Buch geht's nämlich um die Familie Faber-Castell. Ja, die Buntstiftleute. Früher hießen die eben einfach nur Faber. Wie auch immer, dieser Großvater ist UNGLAUBLICH stolz darauf, dass er seine Firma GANZ ALLEIN geführt hat, die ganze Zeit, und er hat seinen Arbeitern selbstverständlich Schulbildung ermöglicht, und ihnen einen Hort gebaut und Häuser in der Nähe der Fabrik, und er ist ja so verbittert darüber, dass seine Brüder seine Bleistifte kopieren...
Gott! Geht es eigentlich noch idealisierter!? Der einzige Makel an dem Typen soll allen Ernstes sein, dass er seinem Sohn nicht viel zugetraut hat. Wer's glaubt. Und Mister Lothar ist natürlich nicht frauenfeindlich, NEIN, er ist seiner Zeit voraus, und er liebt seine Nichte Ottilie und will sie zu seiner Nachfolgerin machen, weil er keine männlichen Enkel hat, denn im Gegensatz zu anderen traut er Frauen viel zu...
So, hab jetzt Dampf abgelassen. Vielleicht sollte ich das ja in Zukunft verbal tun. An jedem, der mir über den Weg läuft. Aber dann würde ich ja zur Cholerikerin werden. Wobei, wäre das jetzt so schlimm?
Ich würd auch gern mal Leute anschreien, ihnen ganz gemeine Dinge sagen und Sachen durch die Gegend werfen. Wie Napoleon.
Ja, das wär doch mal was.

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Samstag, 21. Mai 2011
Achtung, Übertreibung
Freue mich, da Freundin J. doch keinen Menniskusriss hat, sondern nur eine verdrehte Kniescheibe! Obwohl das vielleicht nicht weniger schmerzhaft ist, weiß ich ja nicht, hatte das zum Glück noch nie. Und jetzt muss ich pfui pfui pfui schreiben, damit ich mir nicht auch die Kniescheibe verdrehe. Das ist so ein polnischer Brauch/Aberglauben, dass einem ein Unglück selbst passiert, wenn man drüber redet und danach nicht "pfui" sagt, um es zu "verscheuchen".
Man glaubt auch, dass ein Kind nicht weiter wächst, wenn man über es rübersteigt oder rüberspringt. Dann muss man noch einmal über das Kind steigen, damit es wieder wächst. Ich weiß, hört sich lustig an, ist aber so. Inzwischen glaub sogar ich ein bisschen daran.
Oh, und wenn man zu zweit über die Straße läuft, und da steht ein Pfosten oder ein Laternenpfahl im Weg, darf man sich nicht trennen (!), sondern muss zusammen links oder rechts am Pfosten vorbeigehen.
Mehr fällt mir grade nicht ein. Aber nur weil ich abergläubisch bin und auch an Glücksbringer & Co. glaube, heißt das nicht, dass ich besonders spirituell (spuck) oder religiös (spuck) bin. Aber Atheistin bin ich auch nicht, schon eher Agnostikerin. Aber auch nicht GANZ.
Erinnere mich jetzt unwillkürlich an einen Kirchenbesuch in den Osterferien, in Polen. In Polen ist es ja üblich, dass man Leuten eher die Hostie in den Mund gibt als in die Hände. Deshalb strecke ich besonders deutlich und demonstrativ die Hände aus. Der Ministrant checkt es natürlich erst nach fünf Stunden (Achtung, Übertreibung). Und was sagt der Pfarrer, als ich aufstehen und weggehen will?
"Bitte die Hostie hier konsumieren."
Was denkt der denn? Dass ich unterwegs zu einem Satanistentreff bin, wo ich die Hostie verbrennen will?
Leck mich doch, Pfaffe...

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